Es  ist Freitag. Freitags ist Stau auf den Autobahnen des Ruhrgebiets. Ich weiß das. Ich habe hier in der Gegend meinen Führerschein gemacht. 28 Jahre ist das jetzt her. Und damals war schon ständig Stau auf den vielen Autobahnen im Ruhrgebiet. Auf diesen vielen Autobahnen mit ihren vielen verknoteten Autobahnkreuzen. Auch wenn es noch gar nicht so viele Autos auf den Straßen gab. Dafür stank es damals nach mehr Autos. Nach viel mehr Autos. Aber das ist eine andere Geschichte. Denn heute geht es einfach um den Stau. Und darum, wie man ihn (über-)lebt. 

Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg
Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg, einer der vielen Spaghetti-Autobahnknoten im Ruhrgebiet, aufgenommen aus einem Verkehrsflugzeug.

Ich hasse Stau. Ich hasse alles was meine Zeit vergeudet und mich trotzdem anstrengt. Stau zwingt mich zur Konzentration: Gucken, anfahren, bremsen. Gucken, anfahren, bremsen. Träge hinter dem Vordermann herjuckeln. Bloß nicht dabei aufs Smartphone schielen, sonst muss ich vielleicht in die Eisen gehen. Geht es auf der linken Spur vielleicht etwas flüssiger weiter, oder eher auf der rechten? Letztlich stehe ich, egal wo.

Während ich stehe, starre ich in die anderen Autos, in denen Menschen sitzen, die vor sich hin starren. So viel vergeudete Lebenszeit, jeden Tag, von jedem Menschen in jedem verdammten Stau. Hinter mir hupt jemand, weil mein Vordermann zwei Meter weiter gerollt ist. Mein Blutdruck steigt. Stau ist ungesund.

Wir stehen 570.000 Jahre im Stau. Jedes Jahr.

In jedem Jahr verliert theoretisch jeder deutsche Einwohner hochgerechnet 60 Stunden Lebenszeit im Stau. Das sind zweieinhalb Tage pro Jahr, das klingt fast noch übersichtlich. …

Dieser Artikel ist umgezogen zur Autorin -> Weiterlesen auf WomenOnWheels.Cam

Sandra arbeitet seit 1990 journalistisch als Fotografin und Autorin. Seit 1996 macht sie das auch online, und seitdem ist sie nicht mehr offline gegangen. Sie ist eine Geek Lady, immer begeistert interessiert an technischen Innovationen, die sie mit ihren – manchmal sehr eigenen – Zukunftsvisionen weiter spinnt. Darüber schreibt sie in Blogs und Magazinen. Unter anderem für das Audi Medienblog.

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