13.05.2012
by Robert Basic

Citroen DS5: Der Schlitten für die Avantgarde

Heute der zweite Artikel über Citroen. Diesmal ein “profanes” Auto. Nicht wirklich profan. Eher was für Individualisten und Avantgardisten. Also Citroenisten? Könnte man sagen. Könnte. Denn von den echten Citroenisten sind einige am Jammern, weil Citroen im DS5 keine Hydro-Pneumatik eingebaut hat. Ohne können sie nicht, weil sie das für ein erhabendes Fahrgefühl brauchen. Obgleich moderne Fahrgefühle nicht mehr so viel mit Hydro-Irgendwas zu tun haben. Übrigens ein geschickter Schachzug von Citroen. Die damit neue Käuferschichten erschlossen haben, die genau das eben nicht wollten bzw. immer schon mit dem Satz “ach, das ist doch das Schiff, das man nicht Fahren merkt” abgewunken hatten. Also ist das was für Neo-Citroenisten? Könnte man eher sagen!

Ihr merkt schon, ich war von Citroen auf einen Testtag eingeladen worden, mir unterschiedlichste Modelle anzuschauen. So kam ich auch dazu, mir Multicity näher anzuschauen. Worüber ich vorhin berichtet hatte.

Außendesign

Zurück aber zum Avantgarde-Schlitten Citroen DS5. Warum ist das Auto was anderes als der übliche Einheitsbrei? Zunächst einmal fällt das schicke Design auf. Mir gefällt es. Und der Wagen sticht aus der Masse der Windkanalgeleckten etwas mehr heraus. Da ich Nase keine Bilder gemacht habe, muss ich auf Pressefotos zurückgreifen, die natürlich etwas geschniegelter erscheinen.
Citroen DS 5 Citroen DS 5 Citroen DS 5
Die Abmessungen? Halten sich im üblichen Rahmen: Länge 4,53m, Breite 1,87m und Höhe 1,51m. Denkt also dran, solltet Ihr den Wagen auf Doppelparker-Bühnen parken, dass ihr den Wagen umgekehrt reinfahrt. Sonst setzt es ein Flachdach beim Anheben der Bühne :)

Interieur und HUD

Das ist es aber immer noch nicht, was den Wagen anders macht. Anders ist das Cockpit. Ich zeigs am besten in Bildern, damit Ihr das möglicherweise erahnen könnt. Ich persönlich bekam beim Reinsetzen Kinderaugen. Wie ein gedachter Pilot im Flugzeugcockpit. Genauso kam ich mir vor. Aber es war nicht nur der Eindruck beim Reinsetzen. Über deinem Kopf befinden sich mehrere Schalter. Und ein Schalter hatte es mir besonders angetan. Der HUD-Schalter. Der dafür Sorge trägt, dass vor Dir ein Head-Up-Display hochfährt. Das Dir die Geschwindigkeit und andere Infos einblendet. Mit einem weiteren Schalter kannst Du die Neigung des HUDs einstellen, mit einem dritten Schalter den Kontrast. Coooool :)
Citroen DS 5
Citroen DS 5 Citroen DS 5 Citroen DS 5
Citroen DS 5 Citroen DS 5 Citroen DS 5

Der Katzenmodus

Das Highlight ist aber – solltet Ihr die beiden Individualisten-Aspekte als lahm empfunden haben – der Diesel-Hybrid. Was das heißt? Dank einem Elektroantrieb, der die Hinterachse antreibt (die Vorderachse treibt der Dieselmotor mit 163 PS an), stehen Dir vier Fahrmodi via Drehschalter zur Verfügung.
Citroen DS 5
Citroen DS 5
Citroen DS 5
1. Auto-Modus: Der Computer entscheidet je nach Fahrzustand, wie und wann der Elektromotor mit 37 PS mitschiebt. Was bedeutet, dass Du beim Anfahren und langsamen Ausrollen leise wie eine Katze dahinschleichst, und zwar bis zu 55 KM/h im reinen Elektromodus.
2. ZEV-Modus: Solange der Akku hält und die Geschwindigkeit nicht über 55 KM/h beträgt, fährst Du im reinen Elektromodus ohne dass der Computer den Diesel hochfahren darf (was beim Automodus je nach Situation passieren kann, auch unter 55 KM/h). Das ist der Poser-Modus schlechthin in Deinem Nachbarschaftsgebiet. Wenn Du jemals vor Deinen stinkenden und lauten – natürlich bezogen auf ihre Autos – Nachbarn mit einem Diesel angeben wolltest oder jede Wette gewinnen willst, den leisesten Diesel ever zu haben, hast Du damit garantiert gewonnen :)
3. Sport-Modus: Nicht die feine Art im Hybrid, aber Du kannst dem Computer befehlen, dem Wagen die maximale Power zu geben. Höher drehen, … ach lassen wir das. Das passt nicht zum edlen Schleicher-Modus.
4. 4WD-Modus: Klar kannst Du logischerweise alle vier Räder antreiben lassen, solange die Batterie hält und Du der Meinung bist, die Straßenverhältnisse wären für Allrad besser.

Fazit

Nochmals. Es ist faszinierend hoch Zehn, so einen 1.8 Tonnen Wagen absolut leise zu bewegen, wenn das nicht oben klar geworden ist. Gepaart mit dem Innendesign und Außenauftritt kommst Du Dir wie ein Captain Kirk auf der Brücke vor. Das Gefühl ist kaum zu beschreiben. Eben. Sagte ich doch! Avantgardisten werden den Wagen lieben.

Für Individualisten und Avantgardisten kostet der Schleicherspaß 46.000 Euro. Der Preis ist vollauf gerechtfertigt, wenn man vorne gefühlt mitschwimmen will und nicht in der grauen Masse untergehen möchte. Und der Verbrauch lässt sich sehen. Der überraschend niedrig ausfällt. Das ist es auch, was den Wagen zu einem Buzz-Sternchen verhilft. Moderne Hybrid-Konzepte erlauben sparsames fahren, absolut lautloses Dahingleiten, zugleich ermöglichen sie zügiges Anfahren wie auch sportliches Bewegen, wenn es denn sein muss. Die komplette Varianz je nach Fahrer und Wunsch. Das ist Zukunft. Das ist neu.

Ob das Auto Macken hat? Na klar, wie jedes andere auch. Das schaut Euch am besten beim Sebastian auf Passiondriving.de an, da ich es nicht übers Herz bringe, das Auto angesichts der Higlights zu bekritteln: Fahrbericht: Citroën DS5 Dieselhybrid. Und Can Struck von bycan.de ist der Meinung, dass Individualisten nicht genug Mut haben, sich den DS5 zu gönnen. Wären sie dann Individualisten? Ebend ;)

13.05.2012
by Robert Basic

Eine Autofirma als Mobilitäts-Startup? Multicity.de

Citroen ist der erste Autohersteller weltweit, der sich den weltweit verändernden Mobilitätsanforderungen über eine eigene Online-Lösung stellt, die nicht den Abverkauf oder Services rund um die eigenen Fahrzeuge in den Vordergrund stellt (“Wandel der Mobilität”? Siehe hierzu Artikel in der Süddeutschen: Mobilität im Wandel – Alles in Bewegung). Wie ich finde, ist dieses mobile Startup – so will ich es nennen – eine Art von Signalwirkung und Vorläufer weiterer Lösungen aus der gesamten Autoherstellerwelt.

http://multicity.de/

Kurzbeschreibung

Die jetzige Lösung nennt sich Multicity und wird in Deutschland ab Sommer – wenn ich es richtig verstanden habe – verfügbar sein. In Frankreich ist die Seite bereits im März 2012 an den Start gegangen und hat laut Hersteller bisher rund 2 Millionen registrierte User sowie ca. 17.000 Buchungen verzeichnet.

Bei Multicity handelt es sich um ein Reiseportal, das von Haustür zu Haustür nach verschiedenen Anforderungen der Nutzer variable Anreisemöglichkeiten kombiniert ausspuckt. Die da wären? Der gute alte Fußweg, der PKW, der Mietwagen, auch Mitfahrgelegenheiten, per Bahn, per Bus, im Taxi, via Flugzeug oder Carsharing von Citroen. Wer übernachten muss, der kann auch nach Hotels Ausschau halten.

Konkrete Reiseplanung

Alternative Reisemögichkeiten Alternative Reisemögichkeiten Detailanzeige Mitfahrgelegenheit inklusive
So kann der Nutzer zunächst seine Abreiseadresse hinterlegen, die Ankunftsadresse, die Startzeit und das Abreisedatum (Rückweg natürlich ebenso). Dann wird es spannend: Das System zeigt an, wie lange welche Alternative mit Bahn, Bus, Flieger, eigenem PKW, Taxen und Mietwagen dauern würde. Hierbei wird darauf geachtet, dass nicht nur eine Mobilitätslösung kalkuliert wird, sondern der Nutzer verschiedene Transportmöglichkeiten gekoppelt zur Ansicht erhält (zu Fuß zur Bahn, damit zum Flughafen, weiter mit dem Flieger, von da aus weiter mit Bus, Bahn, Taxi, Mietwagen zum Zielort). Inklusive Fußwegen von Station zu Station. Darüber hinaus gibt das System die Gesamtkosten, die CO2-Verbräuche und die mögliche Arbeitszeit und Wartezeiten an.

Konkretes Rechenbeispiel

zitiert aus dem Focus, da ich keines selbst parat habe:

Wer zum Beispiel von Münster nach Ulm fahren möchte, lernt auf der Seite, dass er mit dem Auto 5 Stunden und 21 Minuten braucht, 127,76 Euro ausgibt und 91,2 Kilogramm CO2 ausstößt. Nimmt man für die gleiche Strecke die Bahn, zahlt man nur 79 Euro und emittiert 28,9 Kilogramm Kohlendioxid, ist aber 6 Stunden und 51 Minuten unterwegs. Das Flugzeug dagegen kostet samt An- und Abreise mit dem öffentlichen Nahverkehr 218,13 Euro, braucht 20 Stunden und 35 Minuten und kommt auf einen CO2-Ausstoß von 130,9 Kilogramm.

Buchen statt nur Informieren

Wer mag und seine Alternative gefunden hat, darf tatsächlich nicht nur die Ergebnisse google-artig bestaunen, sondern zu Buchung schreiten. Citroen vermittelt lediglich die Aufträge, bucht nicht selbst!

Warum wandelt sich Citroen?

Die gesamte Lösung ist wegweisend! Exakt das ist es, was eine moderne Mobilitätswelt bedeutet. Variabel nach unterschiedlichen Gesichtspunkten seine Mobilität gestalten und planen. Statt wie bisher sehr mühsam einzelne Aspekte der Reiseplanung auf getrennten Portalen zu recherchieren und meistens manuell nachzurechnen.

Zum einen sieht sich Citroen schon seit jeher als Vorreiter moderner Mobilitätstechniken. Zum anderen muss Citroen auf die Problematik reagieren, dass immer mehr jüngere Menschen Mobilität nicht mehr nur rein über ihren PKW definieren. Ganz besonders in urbanen Gebieten. Nicht nur brechen die klassischen Käuferschichten weg, auch die Anforderungen an flexible Mobilitätslösungen steigen. Das Internet als Service- und Kommunikationskanal bringt letztlich ebenso ein neues Tempo mit ein, das nicht nur Konsumentenverhalten und -möglichkeiten ändert, sondern auch den Wandlungsdruck der Autokonzerne.

Heißt? Natürlich wird Citroen nicht nur Mietwagenstationen im Multicity-Serviceportal anbieten, sondern auch eigene Carsharing-Lösungen. Die erste Carsharing-Lösung in Deutschland wird bald in Berlin über eine eigene Citroen-Elektrofahrzeugflotte aufschlagen, wo sich immer mehr Autohersteller mit ihren Angeboten (jüngst Daimler mit Car2Go) tummeln. Soweit ich es erfahren habe, soll man die Fahrzeuge an einer beliebigen Stelle parken können. Bin mir aber nicht sicher, ob es so sein wird. Es ist jedoch kein Wunder, das Citroen zuerst in Berlin aufschlägt. Der hippsten aller Städte. Genau das, was auch Citroen gerne stets sein möchte. Außerdem, Berlin ist die größte, urbane Fläche in Deutschland neben weiteren Ballungsräumen.

Testet es schon mal selbst aus, was die mobile Zukunft mit sich bringt. Und wie es immer mehr Autohersteller sehen und umsetzen werden.

Weitere Gesprächquellen im Netz

Bjoern Habegger von mein-auto-blog reicht der Ansatz nicht, er denkt globaler und offener. Also Step 10 von 10. Citroën Mobilitätslösung .. zu simpel?

12.05.2012
by Robert Basic

Musikanlage Sonos Play:3 im Test

Premiere auf Buzzriders. Die Mitmach-Sparte ist real geworden. Die erste Testproduktrunde überhaupt ist durch.

Drei Buzzriders-Interessenten haben sich die Sonos Play:3 Anlage geschnappt (es kamen ca. 30 Anfragen rein) und ihre Eindrücke verfasst. Wie es dazu kam, hatte ich bereits geschrieben. Bei der Sonos-Anlage handelt es sich um modernes Zuckerstückerl HiFi, das gerade durch die Kombination aus Design, Internettechnik, Bedienbarkeit und Soundqualität auffällt.

Sonos ist aus diesem Grunde schon lange kein Geheimtipp mehr. So erzählt man sich, dass einst ein Steve Jobs auf einer Messe anerkennend nickte, als ihm eine Sonos-Anlage ins Auge fiel. Wenn der Großmeister nickt, muss was dran sein.
Sonos Play:3

Genug der Vorworte. Ich freue mich, dass es geklappt hat. Und nun auf zu den drei Testberichten:

1. Romy Mlinzk auf Snoopsmaus.de
Play with me – Sonos Play:3 im Test

Ein Träumchen. Nicht aufstehen, aber über das iPhone schnell auf meine Musik zugreifen können und Musik abzuspielen. Mit Sonos kein Problem und das mag ich so. Früh komme ich eh schon immer so schlecht aus dem Bett und warum nicht erstmal smooth und easy mit Musik aufwachen, in Schwung kommen und dann erst aufstehen – den Tag also mit guter Musik beginnen. Die Sonos-Anlage habe ich auch noch nicht so lange, aber ich will sie nie, nie wieder hergeben! Seit Anfang März ist sie Bestandteil meiner Wohnung und obwohl ich relativ wenig Zeit zu Hause verbringe, habe ich mich erwischt, wie mein Musikhörverhalten zu Hause wieder stark anstieg.

2. Marc Höttemann auf “Ein Ostwestfale im Rheinland”
Produkttest: Sonos Play:3 All-in-one-Player mit Bridge

Wo viel, viel Licht ist, habe ich auch ein wenig Schatten entdeckt: mir gefällt nicht, dass es keinen Ein-/Aus-Schalter an der Lautsprecherbox gibt, sondern die Box permanent im Standby-Betrieb vor sich hin werkelt. Die Box ist also unentwegt am Stromnetz und zieht dementsprechend Strom. Das ist in heutigen Energiespar-bewussten Zeiten einfach unzeitgemäß und nicht wirklich akzeptabel.

3. Frank Didszuleit auf “didszuleit’s posterous”
Mein neues Sonos System (siehe auch sein Posting auf Google+)

Das Sonos System ist m.E. nicht nur für Freaks das derzeitige Non-Plus-Ultra. Selbst einer meiner besten Freunde, der sich ausführlich mit allen verschiedenen Techniken beschäftigt hat, hat sein Airplay-Sytstem nach einer Demo meines Sonos-Systems wieder zurückgegeben. Die Bedienung mittels der Software und der Apps ist super einfach und von überall möglich.

Romy, Marc und Frank, ganz herzlichen Dank für’s Mitmachen. Wie ich lese, hat es Laune gemacht und bin froh, dass es kein 08/15-Produkt war.

25.04.2012
by Robert Basic

Auf zur Heureka!

heureka

Am 07.05.2012 findet in Berlin die Startup-Konferenz Heureka statt. Aus gut informierten Quellen und natürlich dem Programm sind einige Sachen dabei, die ich besonders spannend finde. So wird es in einer Session um die Thematik gehen, was die Trends sind, die für Startups wichtig sind. In einer anderen Session wird das immer stärker aufkommende Thema Mobilität beleuchtet. Veranstalter sind Gründerszene und Venture Village.

Da ich schon immer ein Freund von Startups war und bin und bleibe, liegt mir die Empfehlung zu dieser Veranstaltung am Herzen. Joel von Gründerszene hätte mich nicht zweimal bitten müssen (er hat nur einmal gebeten), ich hätte von mir aus auf die Konferenz hingewiesen.

Wenn Euch ein Einblick in die Mechaniken von Web-Gründungen interessiert, macht mit. Ich denke, es lohnt sich. Warum? Es ist das gleiche Prinzip wie bei Buzzriders. Wer sich nicht den Kopf macht, was bestimmende Faktoren der Zukunft sind, plant und gründet ins Blaue. Das geht schief.

24.04.2012
by Robert Basic

Facebook im Benz: Das Beste oder Nix

Wer sich als Slogan “Das Beste oder Nichts” aussucht, wird entsprechend beurteilt. Hier fällt mein Urteil bei der Facebook App, die im Daimler-System namens “Comand Online” integriert wurde, auf “Nix” aus. Und zwar deftig Nix!

Das Web im Auto

Kurz vorneweg: Das “Comand Online”-System von Daimler bietet eine Schnittstelle ins Internet, nebst Navi, Radio und dergleichen. Eine Schnittstelle ins Internet? Was soll das denn heißen? Als Internet-Funktionen stehen die lokale Google-Suche, Wetterinfos, ein Browser und die besagte Facebook-App zur Verfügung.

Das ist demnach “das Internet” in einem PKW von Mercedes und die Antwort von Daimler auf zunehmende Wünsche der Kunden “always online” sein zu wollen. Nicht von allen Kunden, aber bekanntlich macht das Internet vor nichts und niemand Halt.

Und lange Jahre waren die Autos schwarze Löcher im Internetzeitalter. Nichts kam rein, nichts ging heraus. Die Zeiten ändern sich auch hier langsam. Mehr noch, sämtliche Fahrzeughersteller gehen auch und wegen dem Wettbewerb verstärkt dazu über, das Auto mit dem Netz zu verbinden. Es sind eine Reihe von Neuerungen zu erwarten, wir stehen demnach erst am Anfang. Und bekanntlich ist aller Anfang schwer. Besonders für Maschinenbauer, die irgendwas mit dem Netz machen sollen. Weil es die Bosse so wollen.

Der Testwagen

Ich habe mir eigens einen Testwagen von Daimler mit einem derartigen System freundlicherweise zur Verfügung stellen lassen. Es handelt sich beim Testmodell um einen Mercedes C-Kombi, 250 CDI. Zum Wagen selbst brauche ich nicht viel zu sagen: Erste Sahne! Sämtliche Mitinsassen haben sich bisher sehr positiv geäußert. Inklusive meiner Kinder, die den Wagen ganz dolle fanden. Ich im Übrigen ebenso. Reinsetzen, losfahren, wohlfühlen, Punkt. Hier stimmt der Stern und der Slogan. Noch…

Die Facebook-App: Der Stern verglüht

Kommen wir zur App. Wer sich zu Facebook anmelden will, muss natürlich hierbei seine Daten eingeben, einfach nur E-Mail und Passwort. Da fängt es schon an, erstmalig zu nerven. Die Designer haben sich nicht gefragt, warum herkömmliche und billigste Smartphones das ²@”-Zeichen nicht verstecken, sondern bei der Eingabe der Mail-Adresse anzeigen. Daimler nicht so:
wo ist das @
Umschalten
hier ist das @

Man muss via Scrollrädchen in der Mittelkonsole umständlich die Tastaturlayouts umschalten, um an das Sonderzeichen @ zu kommen. Ich war schon vorher bei der Initialisierung des Internetzugangs leicht angefressen. Da man ebenso umständlich via Scrollrädchen die Zeichen anscrollen muss, um Vorname, Name, Adresse und Mailadresse einzugeben. Wozu man das tun muss? Keine Ahnung, aber man muss es. Und mich dann anschließend bei der Facebook-App gefragt, wozu man mir die bereits einmal eingegebene Mailadresse nicht per default anbietet?

Nachdem das endlich erledigt war, hatte ich mein Facebook im Auto, statt wie bisher nur auf dem Smartphone. Man kann denken, was man will. Aber es ist zunächst eine Premiere so gesehen. Und technisch ist die Umsetzung natürlich interessant. Doch nichtsdestotrotz, der nächste Ärger drohte und kam auch prompt!

So kann man u.a. die Funktion “Meinen Status ändern” nutzen. Was enthält diese? Ihr könnt beim Halten oder auch Fahren mobile Kontextinformationen auf Eurer Timeline posten:
- bin gerade mit dem Auto unterwegs
- bin gerade in [Ort XYZ] unterwegs
- bin gerade auf dem Weg [von Ort XYZ] unterwegs
- stecke gerade in der Nähe [von Ort XYZ]
- Werde bald in [Zeit] ankommen
- Bin gerade auf dem Weg nach [Ort XYZ]

Anbei die Ergebnisse meiner ersten Tests auf Facebook:
Benz to FB
Benz to FB
Benz to FB

Je nachdem, ob Ihr im Navigationssystem eine Route eingegeben habt oder nicht, können fahrbezogene Informationen angegeben werden. Die Idee, das Navi mit dem Facebook-System zu koppeln, ist in der Tat naheliegend aber auch wegweisend. Oben erkennt man aber schon einen weiteren Problempunkt, der einfach unschön ist: Sobald der Ortsname zu lang wird – hier Bad Homburg vor der Höhe – läuft die Schrift aus dem Screen heraus. Lapsus!

Man kann auch eine eigene Status-Änderung eingeben. Das ist allerdings angesichts der mühsamen Bedienbarkeit beim Eintippen bzw. Anscrollen eine Qual. Wozu Daimler diese Option angeboten hat, verstehe ich nicht. Und hätte niemals die Qualitätskontrolle verlassen dürfen. Anbei mein Video in voller Länge, damit Ihr versteht, was ich meine, um folgenden Status einzugeben:

Der nächste Hammer droht, wenn man sich die Freunde anzeigen will (ohne jetzt näher darauf einzugehen, wozu und was man damit machen kann). Ich habe +2.000 Kontakte auf Facebook. Was sich auch immer die Entwickler gedacht haben, sie haben nicht mitgedacht. Erstens wird die Liste unsortiert angezeigt (und man muss erst in ein Menue, damit sie sortiert werden…), zweitens gibt es keine Möglichkeit, nach einem Kontakt zu suchen. Wenigstens haben sie daran gedacht, nicht alle 2.000 anzuzeigen, sondern immer nur häppchenweise (ich denke, es sind ca. 100 pro Anzeige). Doch das nutzt weder etwas noch macht es schöner. Mein Erschrecken ob dieser Lösung habe ich im Video festgehalten, GUI, Feedback-Verhalten, Aussehen … alles unter aller Kanone!

Und ob das nicht schon genug sei, dass der Stern im App-Himmel verglüht und das Markenversprechen an der Stelle unterläuft, habe ich nachher mehrere Mails bekommen. Die habe ich als Reminder erhalten, dass ich die Nutzungsbedingungen akzeptiert habe. Alle drei Mails (.txt-Anhang) sind durch den Fleischwolf geraten und in GMail wie Kraut und Rüben angekommen. Was soll ein Mercedes-Kunde davon halten?
Mail
Auch hier wurde in der Qualitätskontrolle nicht exakt gearbeitet. Es darf einfach nicht passieren. Und schon gar nicht dreimal hintereinander.

Fazit

Es ist großartig, dass Autohersteller wie Daimler die Möglichkeiten ins Auge fassen, digital angehauchte Kunden zu beglücken. Doch von einem Konzern mit diesem Markenanspruch, von der Klasse, erwarte ich Top-Leistungen in allen Belangen. Ob es nun ein klitzekleines @ ist, das man kompliziert ansteuern muss, ob es die mühsame Eingabe bei einer unsinnigen Option ist, eine unsortierte Freundesliste, eine zerhackte Mail, das geht einfach nicht!

Mich kann man pingelig schimpfen, aber ich bin es bei Unternehmen, die Rang und Namen haben. Die sich die besten Mitarbeiter leisten können. Genau da erwarte ich in allen Belangen am Produkt beste Ergebnisse und eine spitzen Qualitätssicherung. Bei jeder noch so kleinen Option. Dann lieber weglassen und wenn es sitzt, raus damit. Beim Testen wurde ich richtiggehend sauer angesichts der Summer der Fehler. Üblicherweise bleibe ich cool, aber wenn meine Erwartungen weit unter Toleranzgrenze untererfüllt werden, dann glüht die Herzkammer auf. Ich mag mir nicht ausmalen, was weniger versierte Kunden denken und fühlen.

Selbstverständlich werde ich über das Faszinosum Comand Online Weiteres berichten. Denn es ist wie gesagt für mich – der sich an ganz andere Autos weitab von heutiger Technik erinnert – unglaublich spannend, was sich hier tut. Soweit mein Ersteindruck von einem kleinen Teilausschnitt.

Das Beste oder Nix. Bitte Besser als Nix beim nächsten Mal!

Wer sich für einen generellen Überblick interessiert, was die Autofirmen und IT-Anbieter im Bereich Vernetzung des Autos treiben und warum, dem empfehle ich diesen Artikel: Innovationen fürs vernetzte Auto demnächst made in Karlsruhe.

05.04.2012
by Robert Basic

Der Gerät für krumme Malfinger: Der Egg-Bot

bitteschön, für alle die ähnlich mir nicht in der Lage sind, weder krumme noch gerade Linien so auf Eier zu malen, das sie tatsächlich einen Sinn ergeben, der wird durchatmen können:

Eiermaler

Er – der Egg-Bot – malt nach Auftrag: Wirf die passende Sofwtare an (z.B. Inkspace = Freeware) und lasse Deine Linien vom Robbie aufs Ei malen.

Zu spät zum Ordern? Der Gerät kann noch viel mehr!

Es kostet zunächst einmal nur ca. 200 USD. Was jetzt egal ist, denn es ist zu spät, um Ostern buntiger zu begehen? Dann könntest Du es für Weihnachten brauchen! Der Egg-bot kann nämlich auch Weihnachtskugeln. Oder Glühbirnen, wenn Dir Deine Wohnung zu fad ist. Rausgehen? Ja klar, geht auch! Der Gerät kann auch buntige Golfbälle! Nach dem Golfen wird ein edler Wein getrunken, aus bemalten Weingläsern? Kann der Egg-Bot ebenso!

Egg-Bot!! Damit auch morgen Deine Eier ganz bleiben.

Bestellbar

via Jan Wildeboer

05.04.2012
by Robert Basic

Elektrosound für E-Autos

R8 ETronSchon einmal ein E-Auto vorbeifahren gehört? Wohl eher nicht. Je langsamer es vorbeifährt umso wahrscheinlicher wird es, dass Du nichts hören wirst. Klingt idyllisch ist aber gefährlich. Daher befassen sich verschiedene Gesetzesinitiativen mit der Vorgabe, Sound vorzuschreiben und bestimmte Klänge gleich vorneweg zu verbieten.

Auf Seiten der Autohersteller tut sich natürlich auch etwas. Anbei ein Ausschnitt aus einer Audi PR-Mail, die Euch vemittelt, wie das in der Praxis mittels Lautsprecher und synthetischen Klängen gelöst wird:

Die e-tron-Modelle von Audi bekommen deshalb einen synthetischen Sound. Rudolf Halbmeir hat ihn entwickelt, zusammen mit seinen Kollegen Axel Brombach und Dr. Lars Hinrichsen. …

Der e-Sound ertönt über einen robusten Lautsprecher, der am Fahrzeugboden montiert ist. Axel Brombach, der Experte auf diesem Gebiet, erklärt: „Wir haben ihn auf 40 Watt Leistung ausgelegt, aber im normalen Betrieb beschränken wir uns auf fünf bis acht Watt. Das genügt, dass Fußgänger und Radler in der Nähe das Auto hören.” …

Um die Ecke herum kommt ein roter Audi R8 e-tron angerollt, leise, mit hellem Fauchen. Aber dann tritt Rudolf Halbmeir leicht aufs rechte Pedal, und aus dem Fauchen wird ein gepflegtes Grollen, fast wie bei einem eleganten V8, aber klarer, differenzierter und in eine Wolke hellerer, technischer Obertöne gehüllt: Der Audi R8 e-tron klingt sehr kompetent nach Sportwagen, aber ganz eigen, sehr futuristisch. …

Der e-Sound für den elektrisch angetriebenen Hochleistungssportwagen ist nur der Anfang. Audi wird all seinen künftigen e-tron-Modellen eine individuelle akustische Visitenkarte mitgeben – einander ähnlich zwar, aber immer wieder anders. Denn der Sound eines Audi ist viel mehr als nur Geräusch: Er ist der hörbar gemachte Vorsprung durch Technik.

Jedes Auto wird demnach individuell erhörbar sein? Ach, der Willie wieder mal, mit seiner aufgetunten Kiste. Ich denke, ich werde ihm zu Ostern ein besseres Sound-Update schenken. Sein Opel wird sich dann wie ein Porsche anhören. Obwohl die mittlerweile ganz schön hinterher sind bei Porsche, nachgemachte Klänge abzumahnen. Sollen sie ruhig, dann fährt unser Willie nämlich wieder etwas ruhiger durch die Gegend :)

Ihr wollt den Sound hören, so wie er heute Stand der Dinge ist? Schaut bei Audi vorbei und zieht Euch das Video rein. Ganz zum Schluss hört man den Audi im Straßenverkehr. “Interessant & Anders” ist meinen Hör-Meinung. Oder Ihr hört Euch dieses Soundschnippsel an Audi R8 e-tron Sound (.mp3). Bin auf Eure Meinung gespannt!

Weitere Artikel dazu

Auto-Diva sinnierte bereits 2010 über die Möglichkeiten, Sound in E-Autos zu erzeugen und zu steuern

04.04.2012
by Robert Basic

Rückwärtsfahren mit Bewegtbild

Rückfahrkameras sind in heutigen PKWs nicht mehr brandneu. Aber wer sie hat, schätzt sie ungemein. Viel bequemer kann man kaum noch Rückwärtsfahren.

Wo war nochmal der Ausgang?

Oder doch? Mercedes hat in seinem Roadster-Modell “SL” eine spezielle Version verbaut: Der Screen projiziert entsprechend Deiner Lenkeinschläge bewegliche Führunsgslinien, so dass Du exakt siehst, wo Du anecken würdest, wenn Du bei gleichbleibenden Lenkeinschlag weiter rückwärts fährst. Der Unterschied zu normalen Rückfahrkamera-Systemen ist, dass sie entweder nichts einblenden oder aber starre Linien projizieren.

Das schaut in der Praxis wie folgt aus

Gedreht wurde das Ganze in einer Co-Produktion zwischen der Auto-Diva und Buzzriders während Testfahrten mit dem SL-Modell.

Foto von Hauke Sandhaus, CC-Lizenz

03.04.2012
by Robert Basic

Die bekannteste Aufklärungssendung ever: Der 7. Sinn

Buzzriders schaut nicht immer nur nach vorne, sondern richtet den Blick auch gerne zurück. Es lässt sich leichter nach vorne schauen, wenn wir verstehen, wo wir hergekommen sind. Was war denn früer so? Früher, ja früher wurden wir in der Tat per Fernsehen informiert, belehrt und gelehrt. Heutige Sendungen sind – wenn sie denn überhaupt noch Lehrcharakter haben wollen – vom Niveau einer Galileo-Sendung geartet. Einen krassen Gegensatz zu heute dazu bot eine damalige Kultsendung: Der 7. Sinn!

Siebte Sinn
Es war einmal vor langer Zeit leider. Eine geniale Sendung für Autofahrer. Ein geniales Jingle. Ein genialer Sprecher. Ein genialer Titel. Der Siebte Sinn lief von 1966 bis 2005 und diente der Verkehrserziehung von Erwachsenen. Absolut kultig war dabei der Sprecher Egon Hoegen. Mit dieser Stimme und der Sendung bin ich tatsächlich groß geworden. Du kannst mir die Melodie im Schlaf vorspielen und schon bin ich vorsichtiger:) Was soll ich sagen? Es handelte sich wohl um die mit Abstand bekannteste Serie Deutschlands, gleichauf mit Tatort. Leider Gottes wurde die Sendung eines Tages abgesetzt, obwohl der WDR vesprochen hatte, die Sendung konzeptionell etwas aufzufrischen.

Als Hommage ein oder zwei Filmchen, die Euch lieben Kinder auch heute noch etwas beibringen, habt gut acht:

Wer sich dafür interessiert, wie die Deutschen mittels Lehrfernsehen Autofahren gelernt haben kann sich dazu einen speziellen Dokumentarfilm anschauen, der eine Collage aus Verkehrsfilmen zwischen den 30er und 70er Jahren bietet: Hupe und Vollgas – Wie die Deutschen Autofahren lernten.

Tja, zurück zu heute und morgen! Heute nehmen uns die PKW-Assistenzsysteme zunehmend den 7. Sinn ab. Was ja auch gut so ist. Der Mensch wird niemals so schnell wie eine Maschine handeln können. So wird er nicht einmal ansatzweise im Notfall so schnell auf die Bremse treten können, geschweige denn auch nur ansatzweise so gut darüber informiert sein, dass in der nächsten Kurve die Fahrbahn vereist ist. Mit gefällt diese Entwicklung. Und sie unterbindet eines langsam aber sicher: Das Auto ist Krieg mit anderen Mitteln. Irgendwann wird es “war” heißen. Gut so!

02.04.2012
by Robert Basic

Was ist ein Aktiver Totwinkelassistent?

Den “Toten Winkel” kennt Ihr sicherlich vom Autofahren. In der Fahrschule hörte man was von “Schulterblick“. Ist das immer noch so? Bei mir war es so vor fast 30 Jahren. Heute jedoch gibt es kleine Helferlein im Auto. Totwinkelwarner melden dem Fahrer im Außenspiegel mittels einem Warnlicht und einem Warnton, dass ein Spurwechsel nicht so smart wäre. Diese Systeme finden sich langsam aber sicher in immer mehr Fahrzeugen.

Doch dabei wird es nicht bleiben. Blieb es auch nicht. Der nächste Schritt war logischerweise die Einführung eines aktiven Systems. Im Unterschied zu passiven Systemen wird nicht mehr nur gewarnt, sondern auch aktiv in das Fahrmanöver eingegriffen. Heißt? Es bremst einseitig den Wagen aus und bringt den Wagen wieder auf Spur. Das schaut Euch in Ruhe im Video von Daimler (siehe unten) an und lest Euch das Verfahren in Ruhe auf dem Daimler-Blog durch. Es wird ab 30 KM/h aktiviert und bremst den Wagen autonom aus der Gefahrenzone, lenkt damit nicht “via Lenkrad”. Wie es sich beim Bremsmanöver verhält? Ist das radikal oder weich? Rauscht dann ein PKW von hinten rein? Ich gehe davon aus, dass es sich um leichte und kurze Bremsmanöver ohne markanten Geschwindigkeitsverlust handelt. Aber da werde ich bei Daimler nachfragen.

Update, Antwort von Marc J. Christiansen, seines Zeichens Betreiber von fuenfkommasechs.de und profunder Kenner der Mercedes-Baureihen:

Der Totwinkel-Assistent wird in zwei verschiedenen Ausbaustufen optional in einem Paket mit anderen angeboten.

Code 234: Totwinkel-Assistent, hierbei wird der Fahrer lediglich gewarnt (durch die Dreiecke im Spiegelglas & akustisch) wenn die Nahbereichsradarsensorik links und rechts im hinteren Stoßfänger ein Objekt im Toten Winkel erfasst haben.

Code 237: Aktiver Totwinkel-Assistent, hierbei werden nicht nur Radarsensoren (vorne wie hinten), sondern auch videobasierte Informationen herangezogen. Der Verkehrsraum seitlich und vor dem Fahrzeug wird ständig überwacht und so auf die Möglichkeiten einer Ausweichsituation hin überprüft.

Wird nun eine drohende seitliche Kollision erkannt, so wird ein kurskorrigierender Eingriff durch selektives bremsen einzelner Räder durchgeführt. Dies wird akustisch wie auch optisch dem Fahrer angezeigt, u.a. auch im Kombiinstrument. Hierbei ist ein äusserst komplexes Regel- und Abwägungsnetzwerk aktiv das innerhalb kürzester Zeit die sinnvollste Maßnahme errechnet und durchführt. Die Bremseingriffe finden mit unterschiedlicher Intensität statt und werden durch die Parameter der gefahrenen Geschwindigkeit und der Aktivitäten im Verkehrsraum vor dem Fahrzeug bestimmt – sie sind aber nicht sonderlich stark, da es hierbei lediglich darum geht das Fahrzeug zurück auf Kurs zu bringen und es nicht nennenswert zu verzögern!

Beide Systeme sind zwischen 30 und 250 Km/h aktiv, jedoch werden kurskorrigierende Bremseingriffe nur bis 200 Km/h durchgeführt.

Seit wann existiert dieses System bei Daimler? Seit ca. 2010, siehe Bericht auf dem Mercedes-Passion Blog dazu: Neue Fahrer-Assistenzsysteme – Premiere: Aktiver Totwinkel-Assistent und Aktiver Spurhalte-Assistent mit Bremseingriff. Ihr könnt ja gerne Euren Hersteller fragen, warum es so lange dauert, dieses System einzuführen, sollte Euer Neuwagen das nicht haben;) Ich würde mir wünschen, dass derartige Systeme schneller in der Breite Einzug halten. Und jeder von uns kennt sicherlich die Situation, in die Bredouille gekommen zu sein, einen Beinaheunfall verursacht zu haben. Nur weil man unachtsam war, den Biker übersehen hat oder sich verrechnet hat, den Abstand zu einem anrauschenden Auto mit hoher Geschwindigkeitsdifferenz korrekt einzuschätzen. Auf der Autobahn ist das nicht gerade ein Späßle.

Das Video dazu:

Ist das alles? Nicht alles. Nur ein Teil, PKWs sicherer zu machen. Auch für Fußgänger. Einen kompletteren Auszug aus den modernen Sicherheitstechniken habe ich im Volvo V40 Artikel verbloggt. Volvo hat hiermit sein Image als sicheres Auto ganz weit in den Vordergrund gestellt. Und macht Daimler im Kernsektor – sichere Autos zu bauen – Konkurrenz damit.

Und das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Der PKW der Zukunft wird mit einem Wagen aus dem 20. Jahrhundert kaum noch vergleichbar sein, wenn wir uns den Trend anschauen, immer mehr elektronische Systeme im Wagen zu verbauen. Es geht nicht nur um Sicherheit alleine, sondern auch um Komfort aber auch Entertainment. Gerade in dem letzteren Bereich wird noch weitaus mehr passieren als bisher irgendwelche Radios zu verbauen.